In Lombok hielt ich zum ersten Mal ein Surfbrett.
Das war der Moment. Sofort verliebt, und bis heute kann ich mir kein Leben ohne das Meer vorstellen. Danach kamen viele kleine Surftrips, ein Auslandssemester in Indonesien und die Ausbildung zur Surflehrerin. Seitdem unterrichte ich selbst, unter anderem in Indonesien, in Frankreich und an der Nordsee auf Sylt. Irgendwann kam der Wunsch dazu, Kunst für alle zu machen, die das Meer genauso lieben.
Was ich gerade zeichne, zeige ich auf Instagram: salty.lines_ (öffnet in neuem Tab)
Wie aus einer Welle eine Malvorlage wird
Hier bekommt das Buch seinen eigenen Charakter.
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01
Aquarell am Strand
Angefangen hat jedes Motiv als Aquarell, gemalt am Strand in dem Land, in dem ich gerade war. Was ich dort vor mir sehe, male ich vor Ort, solange es noch frisch ist.
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02
Reinzeichnung
Zu Hause suche ich aus den Aquarellen die Muster heraus, die sich gut ausmalen lassen, und zeichne sie von Hand neu. Erst danach digitalisiere ich sie. Hier entscheidet sich, wie viel Platz zum Ausmalen bleibt: zu viele Details, und es macht keine Freude mehr.
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03
Probedruck
Bevor ein Motiv ins Buch darf, drucke ich es einmal selbst aus. Erst auf Papier sieht man, ob die feinen Linien tragen. Dein Buch wird danach erst gedruckt, wenn du es bestellst, und es liegt nichts auf Lager, was am Ende niemand haben will.
Vom Architekturstudium zum Surfbrett — und zurück ans Zeichenbrett
Nach meinem Architekturstudium bin ich losgezogen, und in Lombok hielt ich das erste Mal ein Surfbrett in der Hand. Aus dem einen Mal wurden viele. Irgendwann wollte ich das nicht mehr nur selbst können, sondern weitergeben: Ich habe die Ausbildung zur Surflehrerin gemacht und unterrichte seitdem in Indonesien, in Frankreich und auf Sylt.
Das Ehrlichste zuerst: Ich wohne selbst nicht am Meer. Zwischen zwei Surftrips liegen bei mir manchmal Monate. Genau in dieser Zeit sind die meisten Motive entstanden, nicht am Strand, sondern zu Hause am Tisch.
Im Surfunterricht höre ich fast von jeder Schülerin denselben Satz: „Ich kann ja immer nur im Urlaub.“ Ein, zwei Wochen im Wasser, und danach verblasst das Gefühl langsam. Ich glaube nicht, dass du diese Zeit dazwischen einfach aushalten musst. Beim Ausmalen einer Welle findest du ziemlich genau die Ruhe wieder, die du sonst draußen auf dem Board hast.
Irgendwann hat meine Schulter nicht mehr mitgemacht. Vom vielen Unterrichten hatte ich eine Entzündung und durfte eine Weile nicht ins Wasser. In dieser Pause habe ich mich wieder an den Tisch gesetzt und gezeichnet. Ich habe gemerkt, wie gut das tut, wenn der Körper Ruhe braucht und der Kopf trotzdem irgendwohin will. Deshalb kommen bald neue Malbücher dazu. So ein Buch tut der Seele gut, bei mir hat es das getan.
Wenn ich nicht zeichne, gestalte ich digitale Markenauftritte
Hauptberuflich bin ich Grafikdesignerin. Ich gestalte Webseiten, Social-Media-Auftritte, Logos und ganze Markenauftritte, und was davon fertig ist, kannst du dir in meinem Portfolio ansehen. Nebenher bilde ich mich gerade in KI weiter, weil sich dieser Beruf sonst in ein paar Jahren ohne mich weiterdreht. Das eine hängt dabei am anderen: Was ich beim Illustrieren über Linienführung lerne, hilft mir im Layout, und umgekehrt.
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